Ursache vor Maßnahme prüfen
Feuchte, Wärmebrücken, alte Leitungen oder Schadstoffe können die Reihenfolge verändern. Eine Bestandsaufnahme verhindert, dass frisch erneuerte Bauteile später wieder geöffnet werden müssen.
Wähle die geplanten Maßnahmen aus und erhalte einen Kostenkorridor, eine modellhafte BEG-Förderung und ein Budget mit Reserve. So erkennst du früh, welche Angaben vor dem ersten Auftrag noch belastbar geprüft werden müssen.
Wähle die Maßnahmen aus, die du wirklich miteinander planst. Alternative Heizsysteme schließen sich gegenseitig aus.
| Maßnahme | Kosten | Förderung | Entlastung/Jahr |
|---|
→ KfW (Heizung, Komplettsanierung) → BAFA (Einzelmaßnahmen Hülle) → Energieeffizienz-Experten (für iSFP)
Hinweis: Die Kostenspannen sind pauschale Richtwerte (Stand 2026), die Förderregeln wurden am 19. September 2026 anhand der offiziellen KfW- und BAFA-Angaben geprüft. Reale Angebote hängen stark von Region, Ausführung und Bausubstanz ab. Die Energieentlastung berücksichtigt Wechselwirkungen nur vereinfacht. Das Tool ersetzt weder Energieberatung und Fachplanung noch Kostenvoranschlag oder Förderzusage. Vor einer Entscheidung immer aktuelle Bedingungen bei KfW beziehungsweise BAFA prüfen.
Kosten: Pauschale Richtwerte für 2026 aus veröffentlichten Preisübersichten. Pro Maßnahme zeigen wir einen Mittelwert und eine breite Spanne. Konkrete Angebote können durch Region, Zugänglichkeit, Materialwahl und Schäden im Bestand deutlich abweichen.
Förderung BEG (Quelle: KfW Programm 458, Konditionen seit 21.07.2026, und BAFA BEG EM): Beim Heizungstausch gelten 30 % Grundförderung, optional 16 % Klima-Geschwindigkeitsbonus und je nach Haushaltseinkommen 10 %, 30 % oder 40 % Einkommensbonus. Die Quote ist regulär auf 70 %, bei der niedrigsten Einkommensstufe auf 80 % begrenzt. Für die erste Wohneinheit werden höchstens 28.000 € Kosten berücksichtigt. Hüllenmaßnahmen erhalten 15 % Zuschuss bei 30.000 € förderfähigen Kosten pro Wohneinheit/Jahr; mit iSFP 20 % bei bis zu 60.000 €.
Energieentlastung: Vereinfachte Faustwerte pro Maßnahme, abhängig von Wohnfläche und Baujahr. Bei kombinierten Hüllen- und Heizungsmaßnahmen begrenzen wir die Summe, damit sich Einsparungen nicht unrealistisch addieren. PV wird separat angesetzt.
Was nicht drin ist: Detaillierte Energiebilanz, Wärmebrücken, Heizlast, konkrete Energiepreise, Finanzierung, Wartung sowie Risiken wie Asbest, Feuchte oder Statik. Das prüfen Energieeffizienz-Experten und Fachplaner am konkreten Gebäude.
Der Rechner hilft beim Vorsortieren. Verlässlich wird die Planung erst, wenn Zustand, Reihenfolge der Maßnahmen und konkrete Angebote zusammenpassen.
Feuchte, Wärmebrücken, alte Leitungen oder Schadstoffe können die Reihenfolge verändern. Eine Bestandsaufnahme verhindert, dass frisch erneuerte Bauteile später wieder geöffnet werden müssen.
Nach einer Dämmung kann eine kleinere Heizung ausreichen. Erst die sinnvolle Reihenfolge festlegen, dann Heizlast, Technik und Förderung auf den künftigen Zustand ausrichten.
Mindestens zwei Angebote mit gleichem Leistungsumfang vergleichen. Nebenmaterial, Gerüst, Entsorgung, Nebenarbeiten und Reserve müssen sichtbar enthalten sein.
Aus meiner PraxisBei einer Sanierung ist der billigste Einzelauftrag selten die wichtigste Zahl. Entscheidend ist, ob die Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge geplant sind und das Budget auch Überraschungen im Bestand aushält.
Nimm Kostenkorridor, Reserve und Förderannahmen mit in die Energieberatung. Danach lässt du nur die Maßnahmen rechnen, die technisch und zeitlich wirklich zusammengehören.
Die zentrale Förderung ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Seit 21. Juli 2026 wird ein Heizungstausch mit 30 Prozent Grundförderung gefördert. Mit Klima-Geschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus sind regulär bis zu 70 Prozent, in der niedrigsten Einkommensstufe bis zu 80 Prozent möglich. Hüllenmaßnahmen wie Dach, Fassade und Fenster bekommen 15 Prozent Zuschuss, mit individuellem Sanierungsfahrplan 20 Prozent.
Der Klima-Geschwindigkeitsbonus beträgt seit 21. Juli 2026 16 Prozent. Für selbstnutzende Eigentümer beträgt der Einkommensbonus je nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen 10, 30 oder 40 Prozent. Die maximale Förderquote liegt regulär bei 70 Prozent, in der niedrigsten Einkommensstufe bei 80 Prozent. Für die erste Wohneinheit werden höchstens 28.000 Euro Kosten berücksichtigt.
Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) wird von einer dafür zugelassenen Energieeffizienz-Expertin oder einem Energieeffizienz-Experten erstellt. Bei förderfähigen Hüllenmaßnahmen kann er den Zuschuss um 5 Prozentpunkte erhöhen und die förderfähigen Ausgaben von 30.000 auf 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr anheben. Ob sich die Beratung lohnt, hängt von Umfang und Reihenfolge des Vorhabens ab.
Der Antrag muss vor dem förderschädlichen Vorhabenbeginn gestellt werden. Für die Antragstellung muss bereits ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung der Förderzusage vorliegen. Ein Vertrag ohne diese Bedingung oder bereits begonnene Bauarbeiten können die Förderung ausschließen.
Eine feste Amortisationszeit lässt sich ohne Energiebedarf, vorhandenes Heizsystem, Gebäudestandard und konkrete Angebote nicht seriös nennen. Der Rechner liefert deshalb nur eine grobe Modellrechnung. Komfort, Werterhalt und gesetzliche Anforderungen können zusätzlich für eine Maßnahme sprechen.