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Gute Entscheidungen beginnen mit vollständigen Unterlagen.

Stelle dir die passende Dokumentenliste für Wohnung oder Haus zusammen. Zu jeder Unterlage siehst du, was sie zeigt, woher sie kommt und welche Punkte vor der Kaufentscheidung offen bleiben können.

Inhaltsstand: September 2026 Grundlagen ansehen
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Hinweis: Diese Liste ist eine Orientierungs­hilfe und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Notarberatung. Welche Unterlagen exakt nötig sind, hängt vom Objekt, dem Notar und regional unterschiedlichen Behörden­strukturen ab. Bei größeren Investitionen empfehlen wir, einen Fachanwalt für Miet- und WEG-Recht oder einen Bausachverständigen einzubeziehen.

Vom Dokument zur Entscheidung

Drei Prüfungen vor dem Notartermin

Ein vorhandenes Dokument ist nur der erste Schritt. Aktualität, Inhalt und Widersprüche entscheiden darüber, ob es wirklich weiterhilft.

01 · Vollständig

Fehlendes sichtbar machen

Markiere nicht nur vorhandene Unterlagen. Führe für jedes fehlende Dokument eine offene Anfrage mit Ansprechpartner und Termin.

02 · Plausibel

Dokumente miteinander abgleichen

Stimmen Grundriss, Wohnfläche, Nutzung und tatsächlicher Bestand überein? Passen Protokolle, Rücklage und angekündigte Sanierungen zusammen?

03 · Geklärt

Widersprüche vorab lösen

Unklare Rechte, Genehmigungen, Beschlüsse oder Vertragsklauseln gehören vor die Unterschrift zu Notar, Behörde oder fachkundiger Beratung.

Aus meiner Praxis

Die gefährlichste Unterlage ist nicht immer die fehlende. Oft ist es die vorhandene, die ungeprüft abgeheftet wird, obwohl sie nicht zum Zustand vor Ort oder zu den Aussagen im Exposé passt.

Nimm die ausgefüllte Liste mit zum nächsten Gespräch. So werden aus losen Dokumenten konkrete Fragen und aus mündlichen Zusagen nachvollziehbare Antworten.

Häufige Fragen zu Unterlagen beim Hauskauf

Welche Unterlagen brauche ich vor dem Hauskauf unbedingt?

Zur Grundprüfung gehören insbesondere ein aktueller Grundbuchauszug, Energieausweis, Grundrisse und Wohnflächenunterlagen sowie bei Häusern Bauunterlagen und behördliche Auskünfte. Bei Eigentumswohnungen kommen Teilungserklärung, Aufteilungsplan, Beschlusssammlung, aktuelle Protokolle, Wirtschaftsplan, Jahresabrechnungen und der Stand der Erhaltungsrücklage hinzu. Welche Dokumente erforderlich sind, hängt vom konkreten Objekt ab.

Was steht im Energieausweis und ist er Pflicht?

Bei einem Verkauf ist der Energieausweis oder eine Kopie spätestens bei der Besichtigung vorzulegen und nach dem Kauf zu übergeben. Er enthält je nach Ausweisart einen Bedarfs- oder Verbrauchskennwert sowie weitere Angaben zum Gebäude. Beide Ausweisarten beruhen auf unterschiedlichen Grundlagen und sollten zusammen mit Bauzustand und tatsächlichen Verbräuchen eingeordnet werden.

Wer beschafft die Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen?

In der Regel stellt sie der Verkäufer bereit, häufig über die Hausverwaltung. Eine eigene Einsicht beim Grundbuchamt setzt ein dargelegtes berechtigtes Interesse voraus. Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung und Aufteilungsplan solltest du gemeinsam lesen, weil sie Eigentumsgrenzen, Sondernutzungsrechte und Regeln der Gemeinschaft festlegen.

Was kostet ein Grundbuchauszug?

Nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz kostet eine unbeglaubigte Papierkopie 10 Euro und eine beglaubigte 20 Euro; elektronische Dateien sind günstiger. Voraussetzung für eine eigene Einsicht ist ein berechtigtes Interesse. Entscheidend ist, dass der Auszug den für deine Entscheidung aktuellen Stand zeigt und du alle Eintragungen verstehst.

Was sollte ich vor dem Notartermin geprüft haben?

Bei notariellen Verbraucherverträgen soll dir der Entwurf im Regelfall zwei Wochen vor der Beurkundung zur Verfügung stehen. Prüfe Objektbezeichnung, mitverkaufte Bestandteile, bestehende Rechte und Belastungen, Fälligkeit, Übergabe, Kosten und Haftungsregelungen. Offene Punkte gehören vor dem Termin zum Notar oder zu einer fachlich geeigneten Beratung.