Was kannst du dir wirklich leisten?
Vor dem Bankgespräch lohnt sich der ehrliche Blick auf den eigenen Haushalt. Du gibst Einkommen, laufende Kosten und Eigenkapital ein, wir rechnen daraus die maximal vertretbare Monatsrate und den passenden Kaufpreis. Mit Notgroschen-Puffer und Belastungs-Bewertung.
30 % deines Nettos gehen in die Wohnkosten. Das ist im soliden Bereich.
Der realistische Kaufpreis ist der Wert, bei dem deine Wohnkosten 30 % deines Einkommens nicht überschreiten und dein Eigenkapital reicht, um Banken zu guten Konditionen zu bekommen (Beleihungsauslauf bis 80 %).
Aufschlüsselung deines Budgets
So setzt sich deine maximale Wohnbelastung zusammen.
⚠ Achtung
Hinweis: Die Berechnung folgt etablierten Faustregeln (Belastungsquote, Notgroschen-Puffer) und ist eine erste Orientierung. Sie ersetzt kein Bankgespräch und keine Bonitätsprüfung. Die Bank bewertet zusätzlich deine Schufa, prüft den Beleihungswert der konkreten Immobilie und kann individuell vom Standard abweichen. Auch deine persönliche Lebensplanung (Familienzuwachs, Berufswechsel, Renovierungspuffer) gehört in eine seriöse Entscheidung.
Wie wir rechnen
Einkommen: Zum Nettoeinkommen rechnen wir 259 Euro Kindergeld pro Kind dazu, weil Banken das in der Haushaltsrechnung als regelmäßiges Einkommen anerkennen. Davon ziehen wir bestehende Verpflichtungen und die geschätzte Lebenshaltung ab. Lebenshaltung setzt sich aus deiner Eingabe plus 350 Euro pro Auto plus 500 Euro pro Kind zusammen.
Notgroschen-Puffer: 10 Prozent des Einkommens reservieren wir als Reserve. Damit hast du Spielraum für Reparaturen, Versicherungsfälle, kurzfristige Einkommensausfälle. Wer ohne Puffer rechnet, gerät bei jeder Heizungsreparatur unter Druck.
Maximale Monatsrate: Verfügbares Einkommen minus Puffer. Diese Rate setzt eine Obergrenze für den Hauskauf. Wir rechnen anschließend zurück, welcher Kaufpreis und welches Darlehen damit bei deinem Sollzins und deiner Tilgung darstellbar wären (theoretisches Maximum).
Realistischer Kaufpreis: Konservativere Berechnung mit zwei Bedingungen. Erstens: Belastungsquote bleibt unter 30 Prozent. Zweitens: Eigenkapital deckt Nebenkosten plus mindestens 18 Prozent vom Kaufpreis (entspricht 80 Prozent Beleihungsauslauf, der typischen Schwelle für gute Bankkonditionen). Der niedrigere der beiden Werte ist die realistische Obergrenze.
Belastungs-Bewertung: Die Belastungsquote ist Wohnkosten geteilt durch Einkommen. Unter 25 Prozent ist komfortabel, 25 bis 30 Prozent ist solide, 30 bis 35 Prozent ist die Grenze des Empfohlenen, über 35 Prozent wird es riskant. Diese Schwellwerte stammen aus der Standard-Bankpraxis.
Sollzins-Vorbelegung: Wir laden monatlich den Durchschnittszins für Wohnungsbaukredite mit 5 bis 10 Jahren Zinsbindung von der Deutschen Bundesbank (MFI-Zinsstatistik). Quelle: Deutsche Bundesbank. Bestzins-Anbieter sind oft 0,2 bis 0,4 Prozentpunkte günstiger, schwächere Bonität entsprechend teurer. Den Wert kannst du jederzeit überschreiben.
Häufige Fragen zum Haushaltsrechner
Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Eine grobe Faustregel sagt 30 bis 35 Prozent des Nettoeinkommens für Wohnkosten. Realistisch ist die Antwort aber individueller. Wir rechnen dein verfügbares Einkommen nach Abzug von Lebenshaltung, Verpflichtungen und einem Notgroschen-Puffer aus, daraus ergibt sich die maximal vertretbare Monatsrate und der maximal sinnvolle Kaufpreis.
Welche Belastungsquote gilt als sicher beim Hauskauf?
Unter 25 Prozent des Nettos für die Wohnkosten gilt als komfortabel, 25 bis 30 Prozent als solide, 30 bis 35 Prozent als oberer Bereich des Empfohlenen. Über 35 Prozent wird die Finanzierung anfällig für unerwartete Ausgaben oder Einkommensausfälle.
Welche Lebenshaltungskosten muss ich für die Berechnung ansetzen?
Für eine erste Orientierung in Deutschland 2026: Ein Single-Haushalt liegt bei 1.000 bis 1.300 Euro pro Monat ohne Wohnen, ein Paar bei 1.600 bis 2.000 Euro. Pro Kind kommen 400 bis 600 Euro dazu. Ein Auto schlägt mit 300 bis 500 Euro zu Buche. Wer realistisch rechnet, plant einen Puffer von zehn Prozent vom Netto für Unvorhergesehenes ein.
Reicht der Haushaltsrechner als Grundlage für die Bank?
Nein. Das Tool gibt eine erste Orientierung. Die Bank prüft eigene Bonitäts- und Beleihungswert-Kriterien, kennt deine Schufa und bewertet die Immobilie individuell. Nutze das Ergebnis als Vorbereitung für das Bankgespräch, nicht als Ersatz.
Wird Kindergeld beim Hauskauf als Einkommen anerkannt?
Ja, die meisten Banken rechnen Kindergeld in der Haushaltsrechnung als regelmäßiges Einkommen an, solange der Anspruch besteht. 2026 sind das 259 Euro pro Kind und Monat. Gleichzeitig setzen Banken aber auch standardisierte Lebenshaltungspauschalen für Kinder an, die das Einkommen wieder relativieren. Im Tool rechnen wir 259 Euro Kindergeld dazu und 500 Euro Lebenshaltung pro Kind ab.
Was ist der Unterschied zwischen realistischem und maximalem Kaufpreis?
Der maximale Kaufpreis ist die rechnerische Obergrenze: deine komplette verfügbare Rate fließt in die Wohnkosten. Der realistische Kaufpreis ist konservativer und orientiert sich an dem, was Banken zu guten Konditionen finanzieren: Belastungsquote bis 30 Prozent und ein Beleihungsauslauf bis 80 Prozent, also genug Eigenkapital für günstige Zinsen. Das ist der Wert, an dem du dich orientieren solltest, wenn du Spielraum für Reparaturen, Familienplanung oder Einkommensschwankungen behalten willst.
Woher kommen die Zinsen, mit denen das Tool rechnet?
Das Eingabefeld „Erwarteter Sollzins" wird mit dem aktuellen Marktdurchschnitt vorbelegt. Quelle ist die monatliche MFI-Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank, konkret der Effektivzins für Wohnungsbaukredite an private Haushalte mit anfänglicher Zinsbindung über 5 bis 10 Jahre. Das ist ein volumengewichteter Durchschnitt über alle deutschen Banken. Bestzins-Anbieter sind oft günstiger, schwächere Bonität teurer. Du kannst den Wert jederzeit überschreiben.